GEBOREN, LEBEN, STERBEN, Malerei

Yong Chang Chung, Korea

Ausstellungsdauer: 02.05. - 24.05.2015
Eröffnung: Samstag, 02.05.2015 um 17 Uhr
Begrüßung: Jens Blome - Vorsitzender des Fördervereins-
Einführung: Dr. Falko Herlemann,
Kurator: Jürgen Buhre

Öffnungszeiten:
Mittwochs und Samstags 15:00 - 18:00 Uhr
Sonntags 14:00 - 17:00 Uhr
Sonderöffnungszeit:
Lange Öffnung zur Zeitumstellung, Sa. 28.03. auf So. 29.03.2015, 15.00 – 03.00 Uhr
Licht-/Klang- und Sprachperformance live um 01.00 Uhr. Zwei Stunden zur Zeit von Einer.


Im Werk von Yong Chang Chung offenbart sich ein Künstler, der mit großer Leidenschaft Anteil am gesellschaftlichen und politischen Geschehen nimmt. Leidenschaft darf man in diesem Zusammenhand auch als Fähigkeit zum Mitleiden definieren. ....
Dennoch: Die suggestiven Gemälde und Installationen von Yong-Chang Chung gehen unter die Haut. ... Dem aus Korea stammenden Künstler gelingt es offensichtlich, die Banalität der alltäglichen Schreckensmeldungen aus aller Welt in ausdrucksstarke Kunst zu verwandeln. ...
Faszinierend ist die Technik dieser großformatigen Gemälde: Yong Chang Chung lässt die Acrylfarbe nach einem bestimmten System über die brillant portraitierten Köpfe fließen. Die scheinbare glatte Oberfläche verwandelt er so in eine „Gesichtslandschaft“, deren Farbstreifen an Narben und Wunden erinnern.
Yong Chang Chung ist ein unerbittlicher Fragensteller. Die besonders unangenehmen Fragen spart er dabei nicht aus. Er fragt nach Ursachen von Krieg und Leid in der Welt. Und er fragt sich selbst, welche Rolle die Kunst bei der Ursachenforschung übernehmen kann. ...
Als Maler und Installationskünstler will er verstehen und bewältigen. Hier liegt das Zentrum seiner Antriebskraft. ... Er glaubt nach wie vor an die Kraft der Bilder und er fängt tagtäglich aufs Neue mit seiner Arbeit der Bewältigung an.

KLAUS SEBASTIAN