Mimesis und Empathie

Erich Füllgrabe, Karl Rosenwald und Christian Hammer

Ausstellungsdauer: 21.03. - 12.04.2015
Eröffnung: Samstag, 21.03.2015 um 17 Uhr
Begrüßung: Jens Blome - Vorsitzender des Fördervereins-
Einführung: Dr. Falko Herlemann, anschließend Künstlergespräch
Kurator: Peter Buchwald

Öffnungszeiten:
Mittwochs und Samstags 15:00 - 18:00 Uhr
Sonntags 14:00 - 17:00 Uhr
Sonderöffnungszeit:
Lange Öffnung zur Zeitumstellung, Sa. 28.03. auf So. 29.03.2015, 15.00 – 03.00 Uhr
Licht-/Klang- und Sprachperformance live um 01.00 Uhr. Zwei Stunden zur Zeit von Einer.

Fotostrecke...


Erich Füllgrabe


Kurzvita
1962 geboren in Herne (Westfalen)
1982 – 1993 Studium Lehramt Sekundarstufe I (Kunst, Biologie, Geschichte) Gesamthochschule Essen
seit 1996 Freischaffend als Grafiker und Künstler tätig
seit 2005 Mitglied im Westdeutschen Künstlerbund
seit 2013 Lehrauftrag an der Technischen Universität Dortmund
(Plastik und Interdisziplinäres Arbeiten)

Lebt und arbeitet in Herne


Warum die Nullforschung Nullforschung heißt.

Was ist das Gegenteil von Forschung? Antiforschung oder Gegenforschung? Aber es ist ja keine Forschung gegen die Forschung. Nun vielleicht könnte der Begriff Nicht-Forschung lauten – aber dieser Begriff implizierte, dass es sich eben nicht um Forschung handeln würde. Wie wollte ich aber nun etwas nennen, dass sich um Erkennen bemüht, um ein Befragen der Welt, sich jedoch weder unter den Regeln der Wissenschaft noch nach den Gesetzen der Kunst subsumiert?

Wie schafft sich das künstlerische Forschen, Denken und Handeln dort Bewegungsraum ohne schon Erkannte zu negieren? Schauen wir dazu auf den Zahlenstrahl der Reellen Zahlen. In der Menge der Reellen Zahlen wird in positive und negative Zahlen unterschieden. Dazwischen steht die Null, die weder positiv noch negativ ist. Trotzdem ist sie ein Bestandteil der Reellen Zahlen. Die Null markiert den Kenterpunkt zwischen positiven und negativen Zahlen.

Wenn also nun etwas weder Forschung noch Antiforschung sein will, dann erscheint der Begriff der Nullforschung schon aus dieser Sicht als Begriff geeignet. Die Nullforschung sitzt dazwischen. Sie ist aber nicht außerhalb des Zahlenstrahls und die Eigenschaft, dass die Null weder positiv noch negativ ist, tut ihrer Wirksamkeit im reellen Zahlenraum keinen Abbruch.


Zusatztext:

„Ein Labor ist ein abgesonderter Raum. Im Labor werden Teile der Welt, die aus Ihrem Kontext entnommen wurden untersucht und erforscht. Durch die Formulierung von Theorien wird versucht, die Ergebnisse, die man in dieser „außergewöhnlichen“ Umgebung gefunden hat, für die Alltagswelt nutzbar zu machen.“

„Ein Atelier ist ein abgesonderter Raum. Im Atelier werden Teile der Welt, die aus Ihrem Kontext entnommen wurden untersucht und erforscht. Durch die Formulierung von Theorien wird versucht, die Ergebnisse, die man in dieser „außergewöhnlichen“ Umgebung gefunden hat, für die Alltagswelt nutzbar zu machen.“


Karl Rosenwald


Kurzvita
1960 geboren
1969 erstes Ölgemälde: Obstschale von Cezanne auf der Rückseite eines Schaufensteraufstellers der Firma Schwarzkopf
1976 Entscheidung Künstler zu werden
1978 Besuch der Free International University (FIU) von Joseph Beuys
1987 erste internationale Austellungsbeteiligungen
East Meets West, New York, Tokio, Brüssel; Mythos Berlin, Berlin
1993 Finalist Kunstpreis Junger Westen
1995 Gründung des interdisziplinären Ateliers für Gegenwartskunst und -architektur 'Labor Independent'
mit der Architektin Dr.Sabine Körner, +2010
seit 1997 experimenteller Bildender Künstler im Freiberuf
seit 2007 in Zusammenarbeit mit dem Musiker Christian Hammer(g)
bei Videos, Performance und Installationen

Mitglied der Lichtakademie Freiburg,
Mitglied im Bildungsverbund Schalke
Leitung des Kinderlabor
Leitung Monostudios, Bochum, Gelsenkirchen
Leitung Labor Independent, Bochum

Ich Lebe in Gelsenkirchen und arbeite in Bochum

Weitere Informationen unter www.labor-independent.de


Über meine Arbeit:

Zu Anfang meiner Arbeit steht und stand meine Liebe zur Kunst, meine Freude an Gestaltung und daran, den Dingen eine Form zu geben.

Ursprünglich von der traditionellen Malerei kommend, erweiterte ich meine Kenntnis in langdauernder, extensiver Selbstausbildung um weitere Formen, Methoden und Techniken.

Licht in verschiedenen Bearbeitungen ist heute mein Hauptarbeitsmittel. Performance, Mixed Media und Installation meine überwiegende Arbeitsform.

Kunst ist für mich Kommunikation, Kenntnis, Erfahrung. Vorform von Wissenschaft. Ähnlich der Alchemie.

Gelsenkirchen, im Januar 2015

Karl Rosenwald